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Aus die Maus.

Haben die Rückreise gut hinter uns gebracht. In Singapur haben wir während der Wartezeit auf den Flug nach Frankfurt noch die letzten SG$ auf den Kopf gehauen.
Von Singapur bis Frankfurt (insgesamt 12h Flug) habe ich ganze 7h geschlafen. Konnte ich selber nicht glauben als ich über Polen aufgeweckt wurde, da es Frühstück gab. Normalerweise schlafe ich nur minutenweise im Flugzeug. Lag vielleicht daran, dass ich diesesmal die tolle Augenbinde verwendet habe die Qantas zur Verfügung gestellt hat.

Für Pärchen sind unsere Sitzplätze (Reihe 71 A,B bzw. J,K) in der B744 wirklich zu empfehlen. Sie gehören in Economy zu den wenigen Zweierplätzen und haben vor einem eine Zweierbank und nach hinten noch genügend Abstand zu den Toiletten. Allerdings sollte man nicht empfindlich auf “bumpy air” reagieren, da im Heck das doch deutlich stärker zu spüren ist wie weiter vorne. Und auf keinen Fall sollte man es nach der Landung eilig haben. Es müssen schliesslich erst ALLE andern aussteigen.
Der grösste Vorteil der Zweierbank ist, die Entspanntheit am Gate vor dem Einsteigen, denn egal was für Typen sich dort rumdrücken, es ist völlig klar, dass keiner von denen neben einem sitzen wird.

Der Flieger war pünktlich in Frankfurt und wir sind von dort mit dem ICE nach Stuttgart gefahren. Gegen 10 Uhr waren wir wieder zu Hause – aus die Maus.

Sind dann noch einkaufen gewesen (Kühlschrank und Keller waren ziemlich leer).
Tja, und schon hat einen der Alltag wieder. Morgen muss ich noch am Fahrrad die Sommerreifen draufziehen, damit ich am Montag zur Arbeit komme. Und Sonntag steht bei dem angekündigten guten Wetter eine kleine Cabrioausfahrt an.




Die erste Etappe von Perth nach Singapur.

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Die zweite Etappe von Singapur nach Hause.

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Zwischen Indien und Polen haben wir ein wenig abgekürzt ;-) ebenso von Mannheim nach Echterdingen. Ja, mit den GPS-Geräten ist das manchmal nicht so einfach.

Zurück auf Los.

So, heute geht es zurück ins Ländle. Sind ja gespannt, ob wir es nach dem Ende des CDU-Feudalismus wieder erkennen ;-) – und unser Pässe noch gültig sind, hahaha. Gerade haben wir nochmal einen letzten Blick auf den indischen Ozean geworfen und sind mittlerweile schon am internationalen Flughafen von Perth. Der ist ja mal süß. Haben gerademal vier fünf Gates (Karen hat mich gerade darauf hingewiesen, dass es fünf sind). Hauptsache unser Flieger geht nachher nach Singapur.

Wiederholung

Heute haben wir uns spontan zur Wiederholung des gestrigen Tagesprogramms entschlossen. In den letzten vier Wochen haben wir genug gesehen und erlebt, daher kommen Perth, Fremantle usw. auf die Standby-Liste für das nächste Mal Australien.

Sonne, Strand und Meer

Thomas hat heute Urlaub! Keine Bilder, kein Bericht!!! Langsam mutiert er zum Koala, wo sich ihm die Gelegenheit bietet legt er sich nieder und ruht! So sah dann auch heute unser Tag aus. Um 9 Uhr raus aus den Federn und ab an den Strand. Dort haben wir es uns in unmittelbarer Nähe der “Beach Inspectoren”….ausgesprochen gutaussehende knackige Jungs!!……niedergelassen. Wenn schon niemand mit mir spricht dann will ich wenigstens was für´s Auge haben! Wie gesagt, Thomas hat ja heute Urlaub .Ausserdem sind die Wellen so hoch das wir es vorgezogen haben im bewachten Strandabschnitt zu baden……die Nasen- Rachen- Spülung gab es heute ein paar mal gratis…. mit leckerem Meersalzwasser! Mittags waren wir essen und danach hat Thomas wieder sein Plätzchen am Strand eingenommen. Bei Sonne, 32 Grad und stetigem Wind lässt es sich gut aushalten.

Ab nach Westen

Praktisch hat jetzt die Heimreise begonnen. Heute ging es nach Perth, dass sind drei Zeitzonen näher an der Heimat. In Perth war es endlich so wie man es von Australien erwartet: heiss, trocken und strahlend blauer Himmel.
Unser Hotel liegt direkt am Strand und am selbigen haben wir auch den Rest des Nachmittags verbracht. Hier sind die Kitesurfer zu Hause. In rauen Mengen brettern sie durch die Brandung und machen je nach Können gigantische Sprünge.


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Das Rennen!

Sind heute mal zu Fuß zur Rennstrecke geschlendert. Dabei haben wir “Park hopping” gemacht. Am schönsten waren die Royal Botanic Gardens. Das Rennen war interessant und die Atmosphäre war super. Hatten echte Ferrari-Fans vor uns, die sogar in Legionärskleidung angetreten sind. Hat ihnen aber auch nicht geholfen, Vettel war schneller.


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Dem GPS-Gerät war das Rennen wohl zu aufregend, es hat irgendwann mal seinen Dienst eingestellt (Batterien waren noch voll), daher ist der Rückweg nicht mit drauf.

Qualifikation

Heute wurde es ernst. Die Qualifikation war ganz spannend bis Vettel mit einer unglaublichen Runde jeden und alles hinter sich lies. Naja, dann war der Fisch halt geputzt. Zum allgemeinen Unmut der Australier hat sich auch noch Hamilton auf Platz 2 vorgeschoben. Insgesamt war die Stimmung auf den Rängen aber ganz ausgelassen.

Unser Tagesprogramm war wieder klar strukturiert in 1. durch Melbourne schlendern, 2. zur Rennstrecke gehen und 3. was zu Essen finden.



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Formel 1

Zum Glück ist der F1 Zeitplan in Down Under in den Nachmittag verschoben. Dadurch ist der Vormittag “zur freien Verfügung” und wir haben uns erstmal eine gemütliche Gelegenheit zum Frühstücken gesucht.

Heute fing es auch tatsächlich mit der Formel 1 an, um 12:30 Ortszeit war das erste Training angesetzt. Mit der Tram kommt man direkt aus der City zum Albert Park und während der F1 fährt auch alle Minute eine Bahn. Die Tram war trotzdem recht gut gefüllt. Zwischen dem ersten und zweiten Training sind wir kurz mal um die Strecke gelaufen, ok es war nur gut die Hälfte. Der Albert Park ist wirklich ein nettes Fleckchen. Das Training war ganz interessant, ist schon was anderes wir vorm Fernseher. Wichtig war vor allem sich die Autos und Helme einzuprägen, damit wir auch wissen wem wir im Rennen dann zujubeln.

Abends gab es was zum Essen in der City, diesmal sind wir in einen “Food Court”, ist das gleiche Prinzip wie in Singapur nur ein bischen australischer (was das jetzt auch immer bedeuten mag).

Die Australier haben irgendwie ein gestörtes Temperaturempfinden, heute war es nicht gerade ein lauer Spätsommerabend, sondern eher windige 14°C, gefühlt 10. Dennoch rennen alle in T-Shirts und kurzen Kleidchen rum, fantastisch – vor allem sitzt man lieber vor der Bar/Restaurant als drinnen. Da kam ich mir in meinem Fleece schon wie ein Warmduscher vor.



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Gib Gas!

Mussten ganz in den Norden von Melboune um den Camper abzugeben. Ging ganz gut und ein Taxi hat uns wieder in die Stadt gebracht. Konnten gleich einchecken und sind danach sofort zum Rennstrecke im Albert Park. Schliesslich mussten die Tickets noch abgeholt werden. Ich hatte sie ursprünglich bei ticketek bestellt. Hatte aber in Sydney erfahren, dass seit 1.1. foxtix das komplette Tickethandling übernommen hat. War mir daher nicht sicher, ob das reibungslos funktioniert. War aber alles völlig problemlos.

Wie für Australien üblich ;-) hat es am Nachmittag heftige Schauer gegeben. War nicht optimal, aber auf unseren Plätzen konnten wir schon mal ein wenig probesitzen und vor allem am F1 Pit Walk konnten wir im Trockenen teilnehemen. Der Pit Walk war interessant, die meistenTeams haben allerdings nicht allzuviel Show geboten. Die gloreiche Ausnahme war Ferrari. Dort wurden in Serie Boxenstops geübt. Echt nette Show, wenn man sich in 2m Abstand das ansehen kann.

Am Abend sind wir wieder in die Stadt zurück, um uns dort ein wenig umzusehen.



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Ende der Roadtour

Langsam endet unsere Roadtour durch Australien. Gestartet in Alice Springs, über den Uluru und die Kata Tjuta, dann den Oodnadatta Track, die Flinders bis Adelaide. Dort den Camperwechsel, weiter nach Kangaroo Island, Mt. Gambier und die Great Ocean Road.

Heute morgen war bestes Wetter, blauer Himmel. Daher haben wir nochmals an den zwölf Aposteln gehalten und sind weiter nach Apollo Bay gefahren. Haben einen schönen Spaziergang am Strand gemacht. Weiter ging es immer an der Küste bis Lorne. Haben mal wieder Fish n Chips zu Mittag gegessen und sind zu unserem letzten Campingplatz nach Torquay gefahren. Torquay ist ja DIE Surferhochburg in Australien. Tatsächlich war dort auch richtig was in der Brandung los.

Morgen werden wir den Camper in Melbourne abgeben und uns wieder an das Leben in Hotels gewöhnen müssen. Habe den Eindruck mein Koala findet das gar nicht so schlimm.



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Zum Leuchtturm

Der Tag hatte so gut angefangen. Frühstück bei Sonnenschein – doch dann zog es sich zu und das Wetter schaltete auf schottisches Highland um. Tiefhängende Wolken, die Hügel der Gegend verschwanden in selbigen und ab und zu wurden wir mit Niesel beglückt. Sind trotzdem zum Leuchtturm am Cape Otway gefahren. Unterwegs an ein paar Lookouts angehalten und Koalas beobachtet.



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Great Ocean Road

Nach einer durchregneten Nacht haben wir heute morgen erstmal das Regenradar konsultiert. In Port Campbell war es trocken daher sind wir nach dem Frühstück gleich aufgebrochen. Tatsächlich wurde das Wetter mit jedem Kilometer besser.

Es kamen die ersten Küstenstädte in Sicht und kurz später waren wir schon auf der Great Ocean Road. Die ersten Felsnadeln im Meer haben wir auch schon gesehen. In Port Campbell haben wir einen schönen Stellplatz gesucht und gefunden. Liegt direkt an einer Flussaue und es sind nur 5 Minuten zum Strand. Die Bucht und der Ort sind ganz nett.



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Flaches Land.

Eigentlich wollten wir über den Grampians National Park zur Great Ocean Road fahren. Doch die Grampians sind nach einer Flut im Januar immer noch fast unzugänglich. Daher haben wir uns entschieden über Mt. Gambier und den Blue Lake zur Great Ocean Road zu fahren.

Die Landschaft ist brettflach, da ist im Vergleich die norddeutsche Tiefebene eine Hügellandschaft. Später gab es noch einen Abschnitt mit kilometerweit Wein (natürlich auch in der Ebene). Danach kam eine Ewigkeit Holzwirtschaft. Quadratkilometer grosse Baummonokulturen (irgendein Nadelholz). Jedes “Baumfeld” hatte nur Bäume im festen Raster und mit gleicher Höhe. Logischerweise kam am Ende des “Waldes” eine Papierfabrik.

Unterwegs gab es heute Hamburger mit Chips. Habe mal w/lot probiert, da ist dann so ziemlich alles drauf was in der Küche zu finden ist. Von Rote Bete bis zum Spiegelei. Hat aber wirklich gut geschmeckt.

Der Blue Lake ist ein Vulkankrater der heute als Trinkwasserspeicher dient. Das Wasser hat aktuell einen ganz interessanten kobaltblauen Farbton. Von April bis November ist die Farbe des Sees stahlgrau, bisher ist das Phänomen noch nicht ganz erklärt.



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Nichts als Seelöwen

Am zweiten Tag auf KI sind wir erst an die Vivonne Bay, um ein wenig am Strand spazieren zu gehen. Danach ging es direkt zur Seal Bay. Als gut eingebürgerte Schwaben haben wir uns erst überlegt, ob wir wirklich soviel für die geführte Tour zu den Seelöwen am Strand zahlen sollen. Die Alternative war der günstigere Blick von einer Beobachtungsplatform oberhalb vom Strand. Zum Glück konnten wir uns durchringen, denn es war ein wirklich tolles Erlebnis zwischen den ganzen Tieren am Strand zu sein. Nach der Tour haben wir noch ein wenig das schöne Wetter und die Aussicht auf den nahen Klippen genossen.
Dann waren die zwei Tage auf KI auch schon rum und wir sind zurück zur Fähre gefahren. Die Reise geht nun weiter nach Osten in Richtung Melbourne. Am Donnerstag beginnt dort das lange Formel 1 Wochenende :-)

So, der aufmerksame Leser hat sicherlich bemerkt, dass wir mit diesem Tagesbericht wieder live sind, d.h. die Tage im Outback (in totaler Isolation) sind aufgearbeitet und jetzt wird wieder vom aktuellen Tag berichtet.



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Das GPS-Gerät habe ich erst zu spät eingeschaltet und dann ist kurz vor Penneshaw der Saft ausgegangen, daher diese “frechen” Abkürzungen.

Kangaroo Island

Auf KI soll es ja ziemlich viele Tiere geben, auf dem Weg zum Flinders Chase NP sind uns aber nur tote Kängurus auf der Landstrasse begegnet. Am Cape Du Couedic bzw. Admirals Arch mussten wir gegen eine gefühlte Windstärke 12 ankämpfen um die Seehunde zu sehen. Dafür haben die mal richtig aufgedreht und eine gut Show abgeliefert. Gleich um die Ecke sind die Remarkable Rocks, sieht aus wie wenn jemand vom Fremdenverkehrsamt eine Skulptur von einem durchgeknallten Künstler bestellt hätte, um eine künstliche Attraktion zu schaffen. Sollen aber tatsächlich natürlich dort entstanden sein.

Rund um den Campingplatz sind uns dann aber doch noch all die Tiere begegnet für die KI so gerühmt wird: Opossum, Kängurus und Koalas. Ein Koala mit Baby sitzt genau vis-a-vis im Baum. Sieht so aus, dass Koalas ausser Schlafen und Essen keine anderen Verpflichtungen haben. Erinnert mich ein wenig an Karen, hihihi.


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Immer nach Süden

Morgens haben wir alles in unsere Taschen verstaut und sind nach Adelaide aufgebrochen. In Adelaide wird der 4WD Camper in ein etwas komfortableres Gefährt getauscht. Der Neue hat dann alles was man zum Leben braucht: Mikrowelle, Fernseher usw. (hahaha). Ok, die nützliche Sache ist eher die Toilette an Bord, da muss man Nachts nicht mehr stundenlang über den Campingplatz wandern und mit 5000 Insekten um den besten Platz an der Rinne kämpfen.

Auf der Fahrt zum Apollo-Depot hat sich die Navifunktion des GPS-Geräts zum erstenmal als wirklich hilfreich erwiesen. Im Outback gibt es ja wenn überhaupt genau eine Strasse und im Gegensatz zu Adelaide deutlich mehr Wegweiser mit Zielen die einem was sagen. Der Wechsel ging fix und das neue Auto hatte deutlich weniger Kilometer als der 4WD Camper. Mit 7m Länge ist er aber nicht gerade handlich. Das Beste ist, dass er nur ein Multifunktionsbedienelement auf der linken Seite des Lenkrads hat. Da klappt das mit dem Blinken wieder deutlich besser und der Scheibenwischer wird nicht unnötig abgenutzt (was ansonsten der inoffizielle Gruss der Linkslenkerfahrer ist).

Abends hatten wir die Fährüberfahrt nach Kangaroo Island gebucht, daher sind wir auch nicht mehr grossartig nach Adelaide rein gefahren. Auf dem Weg aus der Stadt haben wir noch eingekauft, auf KI soll das ja nicht so einfach und günstig sein. Auf dem Parkplatz vor Woolworth wurde dann klar, dass so ein Camper eben doch kein Auto ist. Mist, wo und wie sollen wir denn nun parken. Zum Glück haben wir noch einen durchgehenden “Doppelparkplatz” gefunden. Nachdem wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmitteln eingedeckt hatten ging es über die Fleurieu Peninsula nach Cape Jervis, dem Fährhafen nach KI.

Das Wetter an der Backstair Passage zwischen Festland und KI war recht windig und der Wellengang ganz ordentlich. Die Fähre ist nicht sonderlich gross und daher war die Überfahrt eine schauklige Angelegenheit. Wir sind gleich in Penneshaw geblieben und hatten so ein Plätzchen für die Nacht mit direktem Meerblick.


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Clare Valley

Das Clare Valley ist eine der Weinbau Regionen um Adelaide, dort wurde der letzte Zwischenstop vor dem Camperwechsel eingelegt. Den Tag haben wir ruhig angehen lassen, haben ein bischen in Clare eingekauft und nach den letzten Tagen mal ein wenig die Seele baumeln lassen und BBQ an der “hot plate” gemacht. So gehen die Tage auch vorbei.

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Die letzte Piste

Die Pistenralley geht langsam zu Ende. Karen freut sich jetzt schon auf Asphalt, endlich kein Gewackle mehr und ständiges Wasserrumgespritze. Nun ja, diese Etappe von Arkaroola nach Wilpena in den South Flinders enthält tatsächlich die letzten “unseald tracks” und was für welche !!!!! Keine 20km gefahren wurde uns sofort klar warum wir gestern nicht Arkaroola verlassen konnten. Der Balcanoona Creek musste auf einer Länge von 50m durchquert werden, obwhol hier “queren” das falsche Wort ist, denn der Grossteil der 50m ging mit der Strömung. Die restliche Strecke war ganz gut zu fahren bis wir in die Brachina Gorge abgebogen sind. Das ist eine Schlucht in der man durch die Erdgeschichte fahren kann. In Abschnitten a 100 Millionen Jahren wird am Wegesrand die Geologie der Erdkruste erklärt. Viel spannender, für mich, war aber die Fahrt selber, ein grosser Teil führt direkt durch das Flussbett. Nach Wilpena ging es noch durch die Bunyeroo Gorge, nicht ganz so dramatisch, aber ein schöner Abschluss für das 4WD-fahren. Wilpena erreichten wir allerdings so spät, dass wir dort nichts mehr unternehmen konnten.

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Arkaroola – no way out!

Der Morgen war sehr trübe und im Tal rauschte ein kräftiger Fluss. Tags zuvor, auf dem Weg zum Campground, war das Flussbett noch völlig trocken. Wir wollten dann weiterreisen und noch den Strassenzustand an der Rezeption von Akaroola  erfragen. Dazu mussten wir durch den reissenden Fluss. An der Furt war er ziemlich breit aber zum Glück nur 60cm tief. Bei der Durchfahrt bildete sich sogar eine Bugwelle und die Türen waren im Wasser. An der Rezeption war für uns erstmal Endstation, alle Strassen in der Umgebung waren gesperrt. Keiner kommt, keiner geht! Im Laufe des Tages wurde das Wetter besser und wir entschieden uns für einen Rundflug über Lake Frome und den North Flinders. Was für Erlebnis! Aus der Sicht einer Cessna sieht Australien aber auch nicht wirklich wie Australien aus sondern immer noch ziemlich grün! Seit ca 20 Jahren ist es das erste mal das es wieder so einen regnerischen Sommer gegeben hat. Und auch Salzseen sehen nicht weiss aus sondern sind mit rosa schimmerndem Wasser gefüllt. Dies kommt von Bakterien, dass hat uns zumindest Doug, unser Pilot, erklärt. Doug ist ein echtes Original. Vor dem Flug hat er uns eine halbe Stunde lang die Geologie der ganzen Gegend erklärt. Und auch während dem 1,5h langen Flug hat er uns mit Informationen über jeden Stein und Busch zugetextet. Wir glauben er kennt hier alles ganz persönlich. Damit er mit beiden Händen erklären konnte musste ich für ganze 10 Minuten das Steuer übernehmen. Ja geht´s noch! Nach einer sehr dezenten Einführung , rechts, links, hoch und runter drehte sich Doug zu Thomas um der, um besser fotografieren zu können, hinten saß. Doug hatte das Steuer losgelassen und was blieb mir da noch anderes übrig als das Flugzeug unter Kontrolle zu halten! Aus der Luft sahen wir wieder mal keine Känguruhs, nur Rinder. Aber auf der Rückfahrt vom Hanger stand ein hübsches Känguruh am Strassenrand und hat sich in Pose gestellt! Also gibt es doch Kängurus in Australien

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Ab in die North Flinders

Die Fahrt von Copley nach Akaroola ging über Schotterpisten in die North Flinders Ranges. Im Gegensatz zum Outback wo alles ziemlich flach ist geht es hier eher hügelig zu. Akaroola ist ein privates Naturschutzgebiet, hier ist die Welt noch in Ordnung! Wunderschön! Für unser Rumpsteak(500g) hat das gute Wetter noch gereicht…………..aber dann zogen sehr finstere Wolken auf und es begann sanft zu regnen mit einem wunderschönen Regenbogen. Danach begann das eigentliche Unwetter, starker Regen der nicht mehr aufhören wollte und wir uns schon mit dem Gedanken  auseinandergesetzt haben, dass es eng für uns werden könnte dieses Gebiet am nächsten Tag zu verlassen.

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