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Das Ende naht ….

Ruck zuck sind die 10 Tage rum.
Hatten den total Stress :-) – für das Relaxprogramm hätten wir wohl noch 10 weitere Tage gebraucht.

Offene Türe – geschlossene Türe!

Haben gestern mal wieder die Strandsauna benutzt. Ist einfach toll direkt am See zu saunieren, der Bollerofen knackst und knistert gemütlich vor sich hin und zum Abkühlen geht es in den See. Zwischen den Saunagängen wollten wir dann wieder zurück ins Haus was trinken.

Tja, da standen wir dann vor der geschlossenen Türe! NORMALERWEISE haben wir sie entriegelt, so dass sie auch ohne Schlüssel von aussen zu öffnen ist. Und VORHER hat es noch getan. Hmmmm, jetzt standen wir im Bademäntelchen vor unserer verschlossenen Hütte. Das nächste bewohnte Haus liegt in 5 km Entfernung. Sahen uns schon in Badeschlappen durch den Wald tigern. Tolle Sache bei 12°C.

Da wir den Kamin im Haus gut bestückt hatten, Abends sollte es wieder was aus dem Steinbackofen geben, hatten wir zwei Fenster auf Durchzug gestellt, 30°C Raumtemperatur reicht ;-). Durch das Toilettenfenster war offensichltich kein Durchkommen. Besser sah es auf der Rückseite des Hauses aus, dort war das Fenster des zweiten Schlafzimmers ebenfalls offen. Es war ein Fliegengitter montiert und das Fenster befand sich in ca. 1,5m Höhe. Das Fliegengitter war zum Glück ohne Schaden von aussen zu demontieren und über eine Räuberleiter konnte sich Karen durch das schmale Fenster ins Haus zwängen. “Da haben sie aber Glück gehabt!” (Zitat aus: Life of Brian)

Die bessere Pointe war, dass wir Abends festgestellt haben, dass die zweite Haustüre seit vorgestern (versehentlich) entriegelt war und wir einfach durch diese ins Haus gekonnt hätten und jeder andere auch, hups.

Wechselhaft

Das Wetter kann sich nicht entscheiden, jeder Tag ist anders.
Am Montag waren wir in Mikkeli, haben einen kleinen Rundgang durch die Stadt gemacht. Leider hat es fast die ganze Zeit geregnet. Danach sind wir noch zu einem Doppelsupermarkt(Prisma/KKK Citymarket) gefahren und haben für die nächsten Tage eingekauft. So ein Doppelsupermarkt ist natürlich nichts wenn man das vermeintliche Optimum haben will. Dann rennt man mindestens zwei bis dreimal hin und her. Wir haben es zum Glück bei einem Wechsel belassen, die Tomaten im Prisma waren wirklich schon arg grenzwertig ;-)

Der Dienstag war ausgesprochen schön, dass nutzten wir gleich zu einer ausgiebigen Runde auf dem See und danach ging es in die Grillhütte.

Nach Jahren der Experimentierfreude haben wir dieses Jahre unsere Grillwürstchen selbst mitgebracht. Es ist ja nicht so, dass es in Finnland keine Grillwürstchen gibt. Nein, meterlang werden in den Supermärkten verschiedenste Sorten angeboten. Wir haben sicherlich auch schon fast jede Sorte/Marke ausprobiert – sie sind einfach nicht geniessbar! Daher haben wir dieses Jahr einfach ein paar Rote importiert – genial.

Heute sind wir ein wenig zu Fuss unterwegs gewesen, da es uns für den See zu windig war.

Angekommen

Lufthansa hat uns wider Erwarten gut und pünktlich nach Helsinki gebracht. Einziger Nachteil war, dass wir um kurz nach 4 Uhr aufstehen mussten. Dafür hatten wir auf dem Weg von Helsinki zu unserem Mökki genügend Zeit zum Einkaufen.
Das Wetter heute morgen war ziemlich lau – Regen bei 10°C. Über den Tag wurde es besser und wir konnten ganz unerwartet noch zu einer kleinen Ruderrunde auf den See aufbrechen.
Da wir nicht mit Wetterbesserung gerechnet hatten haben wir Mittags schon angefangen den Kamin anzuheizen. Der Kamin braucht ca. 4-5h bis er aufgeheizt ist, um darin Pizza backen zu können. Hmmmm, war das lecker.

Ab in den Norden

So, jetzt ist es mal wieder soweit. Wir fliegen in den ultimativen Relaxurlaub nach Kangasniemi……morgen in aller Frühe geht es los, mit der Lufthansa! Der Flieger von Stuttgart wird uns wohl auf alle Fälle nach München bringen. Es ist zwar auch ein Lufthansaflug, wird jedoch von Augsburg Airlines betrieben….und die wollen ja nicht streiken!! Und wenn alles gut läuft sind wir dann um 12.30 Uhr in Helsinki.

Sind wieder zurück …

… heute morgen war unser absoluter Tiefpunkt erreicht (-34°C). Zum Glück kann man die Autos in Finnland an die Steckdose anschliessen, um sie vorzuwärmen.
In unseren Mietwagen (Polo) hat die Skitasche problemlos reingepasst. Am Stuttgarter Flughafen war es leider nicht so einfach die Tasche in ein Taxi zu bekommen. Erst das 20-zigste Taxi (ein Kombi) war in der Lage uns nach Hause zu chauffieren.

Uns kann es ja nicht frisch genug sein ….

… dachten wir und sind deswegen nach Kiilopää gefahren. Dazu sind wir ca. 70km nach Süden (SÜDEN) gefahren. Im Süden wird es hier nicht warm sondern noch kälter und vor allem viel windiger. Kiilopää ist sowas wie ein Ferienresort und hat auch ganze 220 Betten. Von denen sind zur Zeit aber maximal 20 belegt, die Saison startet erst Ende Februar. Dennoch waren gut 100km Loipe gespurt, die wir mehr oder weniger für uns alleine hatten. Wir sind nach Niilanpää gefahren, diese Tour führt auf das Fjell. Dies ist natürlich toll für das Panorama, da man oberhalb der Baumgrenze eine tolle Sicht auf die umgebende Landschaft hat. Allerdings ist man dort nicht mehr vor dem Wind geschützt, was dem Ganzen ein wenig Expeditionscharakter verliehen hat. Gefühlt waren wir kurz vor dem Südpol. Wir wollten aber nicht dem Schicksal von Scott folgen und sind daher rechtzeitig umgekehrt. In Kiilopää haben wir in der Skihütte noch was Warmes zum wiederbeleben getrunken und haben uns schon auf die Sauna und den Kamin am Abend gefreut.

Querfeldein

Bilder gibt es keine. Karen musste heute durchlaufen, da sie ansonsten erfroren wäre. O-Ton Karen: “Jochen Behle lässt seine Mädels bei -24°C (gefühlt -33) nicht laufen.” Dennoch war die Tour sehr schön und auch ein ganzes Stück länger wie gestern. Morgen wollen wir nach Saarisälka mal “richtig” langlaufen. Also mit Loipen die wir nicht selber machen müssen.

Höhenprofil
Geschwindigkeitsprofil

Eine kurze Nachmittagstour

Wollten nur mal kurz die Beine vertreten und eine kleine Runde über den See machen. Ausserdem war es um 13 Uhr immer noch -20°C, daher wollten wir nicht allzu lange unterwegs sein. Diesmal ging es nach Süden. Fanden dann aber einen Einstieg ins Unterholz. Wir sind dieser Spur bergauf gefolgt. Mitten im Wald gab es dann eine Lichtung, dort entschieden wir uns Richtung Norden durch ein enges Tal wieder die “Kurve” zu bekommen. Das Tal wurde weiter und wir entdeckten mehrere Futterplätze von Rentieren. Über mehrere kleine Teiche sind wir wieder zurück zum Inarisee gekommen. Von dort ging es dann, nach einem kurzen Blick auf das GPS-Gerät, wieder mehr oder weniger gradlinig zurück zur Hütte. So eine Querfeldein Tour ist ganz spannend, allerdings kommen wir dabei nicht allzu flott voran. So hat die Tour dann doch wieder zwei Stunden gedauert und wir waren erst nach 15 Uhr zurück.

Was für eine Schauspiel!!!

Gestern Nacht haben über uns die Nordlichter geleuchtet. Drei Stunden beste Unterhaltung. Mussten uns allerdings öfters mal in der Hütte aufwärmen, da es recht frisch war (-23°C).
Die Nordlichter waren nur “moderate”, die dritte Stufe der Skala für die Intensität. Insgesamt gibt es neun Stufen! Bei neun muss dann wohl der Neutralgraufilter ran ;-)

Erste Nordlichter

Gestern Nacht haben wir Nordlichter gesehen. Waren allerdings recht zart. Den heutigen Tag haben wir mit unserem Standardprogramm bewältigt:

09:00 Aufwachen
10:00 Frühstück
11:30 Langlauf

13:30 Holz holen (Kamin, Sauna)
13:45 Snack einwerfen
14:00 Sauna anheizen
15:00 Sauna
17:00 Kamin anfeuern
18:00 Abendessen machen
18:30 Essen
20:00 Sonstiges
24:00 Schlafen

Der See gehört uns nicht alleine ….

Heute sind wir mit Sonnenaufgang aufgebrochen, um den See und die Inseln ein wenig mehr zu erkunden. Auf dem See sind wir keiner Menschenseele begegnet. Dafür kreuzten auf dem Heimweg sechs Rentiere unsere Weg. Sie waren genauso verdutzt wie wir. Nach einem kurzen beäugen ging es dann mit voller Geschwindigkeit weiter. Was bei den Rentieren beeindruckend ist, bei uns weniger. Als wir wieder zurück waren ist gerade die Sonne wieder hinter dem Hügel verschwunden.

Viel zu tun ….

Sind jetzt völlig erschöpft vom heutigen Tag ;-)

Hatten sooooooviel zu tun, dass wir erst gegen 20 Uhr zum Essen gekommen sind (also dem Richtigen).
Morgen wollen wir es dann mal ein wenig ruhiger angehen lassen. Vor allem wollen wir dann mal bei Sonnenschein Langlaufen gehen.

Endlich da ….

Hurra, wir haben es geschafft. Endlich sind wir in unserer Hütte. Zwischendurch war zwar nicht ganz klar wo wir den Schlüssel für das Hüttchen abzuholen haben. Am Ende war die Hütte auf und der Schlüssel lag auf dem Esstisch. Praktisch und unkompliziert. Noch haben wir keine Ahnung wie es hier aussieht, es war stockfinster, der Mond war bereits untergegangen. Die Hütte ist schön warm und gemütlich. Der Kamin zieht super und das Holz ist knochentrocken.
Karens Geburtstagsessen war opulent. Köttbullar mit Ketchup und Cola.
Den Gin Tonic gab es heute doch nicht, das Tonic Water ist uns auf der Veranda eingefroren (-19°C)

Endlich Schnee!

Sind jetzt in Helsinki und haben endlich Schnee. Hier ist alles schöne weiß. Wareten jetzt auf den Weiterflug nach Ivalo. Unsere Einkaufsliste haben wir schon geschrieben. Wenn alles gut geht werden wir gegen 21 Uhr in unserer Hütte sein. Finde ich gut das wir heute unterwegs sind, denn ansonsten würde eh nur die ganze Zeit das Telefon klingeln, da Karen ja HEUTE spontan um ein Jahre älter geworden ist. Zum Anstossen heute Abend haben wir uns schon in Stuttgart mit einem Fläschen Bombay Sapphire eingedeckt. Die ganzen andere Dinge mit denen sich Karen im Travel Shop eingedeckt hat werde ich jetzt nicht erwähnen!!!

Wenn der Winter nicht zu uns kommt ….

… müssen wir halt zum Winter. Heute haben wir angefangen unsere sieben Sachen zu packen, am Freitag geht es in die Gegend bei Inari.
Wir sind natürlich nicht direkt in Inari sondern 10km entfernt in der Einsamkeit, dort haben wir ein kleines Hüttchen am See. Dieses Jahr leider nur für 10 Tage. Hoffe, dass es nochmal so einen starken Sonnensturm wie vor ein paar Tagen gibt. Denn dann gibt es dort fantastische Nordlichter.

Zur Einstimmung hier nochmal ein paar alte Bilder von vor zwei Jahren.